Wer den mitunter köstlich abgedrehten Autor René de Obaldia kennt, mag sich wundern, daß eines seiner Stücke in einem Berliner Volkstheater gelandet ist. Aber das paßt schon: "Der Wind in den Zweigen des Sassafras" ist eine Western-Persiflage im Kammerformat. Um Obaldias surreale Verfremdungen dem heutigen Theaterbesucher schmackhaft zu machen, bearbeitete Regisseur Wolfgang Krautwig die Vorlage von 1965 und übernahm gleich selbst die Rolle des grantigen
Ranchers, der sich eines sengenden, mordenden Indianerhaufens zu erwehren hat. Dabei helfen ihm kunterbunte Klischeefiguren wie ein versoffener, aber edler Quacksalber, der Sheriff (selbstverständlich auch edel) und eine Hure (dito). Die edle Inszenierung ist ein Gastspiel des Tourneetheater Brandenburg.
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Sassafras-Fotos |